Mutmacherin Martina Kroll von Studieren ohne Grenzen

  1. © Ralf Brauner

    © Ralf Brauner

    Wer seid ihr und was waren die Beweggründe für die Gründung eurer Initiative?

Studieren Ohne Grenzen (SOG) ist ein gemeinnütziger Verein, der Bildungsprojekte in Kriegs- und Krisenregionen realisiert. Wir haben uns das Ziel gesetzt, junge Menschen durch Bildungsförderung dabei zu unterstützen, selbstständig zum Wiederaufbau ihrer Region beizutragen. Wir vergeben Studienstipendien, engagieren uns im Bereich der ideellen Förderung, statten Bibliotheken und Computerräume vor Ort mit Fachliteratur und Technik aus. Auf diesem Weg versuchen wir, zu einer friedlichen Entwicklung beizutragen, denn Bildung ist für uns ein wesentlicher Schlüsselfaktor für Frieden.

Seit der Gründung des Vereins 2006 steht der Gedanke der studentischen Solidarität im Vordergrund. Wir, Studierende in Deutschland, setzen uns ehrenamtlich für Bildungschancen unserer Kommilitonen und Kommilitoninnen in Afghanistan, Tschetschenien, der DR Kongo und Sri Lanka ein. Der Grund liegt auf der Hand: Wir wissen, wie wertvoll Bildung ist und möchten im Rahmen unserer Möglichkeiten dazu beitragen, dass auch in solchen Regionen Menschen daran teilhaben können. Eine bessere Ausbildung unterstützt Menschen darin, ihr Umfeld friedlich gestalten zu können. Daher ist es gerade für Konfliktregionen wichtig, die Zivilgesellschaft durch Bildung zu stärken. Weiterlesen…

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Mutmacherin Keshia Fredua-Mensah von #SchauHin

  1. © Kübra Gümüsay

    © Kübra Gümüsay

    Wer seid ihr und was waren die Beweggründe für die Gründung eurer Initiative?

#SchauHin gründete sich im Herbst 2013, im Anschluss an eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema “Rassismus & Sexismus abbloggen”. Klar wurde: Während die Sexismus-Debatte große mediale Aufmerksamkeit genoss, insbesondere im Internet, hatte die Diskussion um die Sichtbarkeit der Geschichten von Menschen, die in Deutschland täglich mit Rassismus konfrontiert sind, noch keine Plattform erhalten. Und so entstand die Idee des Hashtags #SchauHin, gegründet von Kübra Gümüşay, Jamie Schearer und Sabine Mohamed, die alle drei als Diskutantinnen eingeladen waren. #SchauHin sollte die Erfahrungen von Alltagsrassismus mithilfe von Social-Media-Plattformen wie Twitter und Facebook sammeln und aufzeigen, dass Rassismus in Deutschland nicht ausschließlich rechtsradikale Formen annimmt. Im Gegenteil, Rassismus begegnet uns alltäglich, auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt, in der Schule, am Ausbildungsplatz und in der Uni.

Doch wir wollen auch darauf aufmerksam machen, dass Alltagsrassismus mehr ist als ein paar unglückliche “Einzelfälle”. Über Alltagsrassismus zu sprechen bedeutet auch über strukturellen Rassismus zu sprechen. Alltagsrassismus führt Machtverhältnisse oft auf vermeintlich harmlose oder gar unsichtbare Weise fort und Rassismus wird somit salonfähig gemacht. In unserer Arbeit wollen wir darum immer wieder darauf hinweisen: Alltagsrassismus kann nicht alleine stehen. Er hat seine Wurzeln im strukturellen Rassismus, ist daher unbedingt als solcher zu kennzeichnen und bedient sich vieler weiterer Diskriminierungsformen.

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Mutmacher Franziska Schoeps und Jeffrey Klein von Boa Nnipa

Mitglieder von Boa Nnipa © Boa Nnipa

Mitglieder von Boa Nnipa © Boa Nnipa

1.Wer seid ihr und was waren die Beweggründe für die Gründung eurer Initiative?

Boa Nnipa ist eine junge deutsch-ghanaische Nichtregierungsorganisation. Seit unserer Gründung 2012 bilden wir in Ghana Freiwillige zu Sexualkundelehrer*innen aus. Unser Team klärt in Schulklassen und Gemeinden über sexuelle Gesundheit sowie Sexuelle und Reproduktive Rechte auf. In Deutschland informieren wir über unsere Projekte in Ghana, organisieren interkulturelle Veranstaltungen und unterrichten in Schulen über globale Verantwortung sowie Menschenrechte.

In Ghana ist Sex ein Tabuthema. Kinder und junge Erwachsene werden jedoch in den Medien, vor allem im Internet, fast täglich mit Sex konfrontiert. Der Mangel an Aufklärung führt zu vielen unbeantworteten Fragen. Zum Beispiel glauben viele Mädchen sie seien krank, wenn sie zum ersten Mal ihre Periode bekommen. Auch wenn sexueller Missbrauch ein weit verbreitetes Problem in Ghana ist, wird es in sehr vielen Fällen nicht angesprochen oder geahndet. Besonders in Schulen stellt Missbrauch durch Mitschüler*innen und Lehrer*innen ein großes Problem dar.

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Mutmacher Rico Bergemann von GoAhead!

© Kerstin Pöhl, GoAhead! e.V.

© Kerstin Pöhl, GoAhead! e.V.

1. Wer seid ihr und was waren die Beweggründe für die Gründung eurer Initiative?

Go Ahead! e.V. wurde im Jahr 2007 von sechs jungen Menschen gegründet, die sich nach ihrem Freiwilligendienst in einem südafrikanischen Waisenhaus dazu entschieden haben, auch in Deutschland aktiv zu werden. Südafrika ist ein unglaublich vielseitiges Land, geprägt durch eine Reihe von Gegensätzen: Während beispielsweise die Verfassung des Landes häufig zu einer der fortschrittlichsten der Welt gezählt wird, so ist Südafrika auf der anderen Seite ein Land, dass von extremer Ungleichheit und einer der weltweit höchsten HIV-Prävalenzraten geprägt ist. Vor diesem Hintergrund ist der Verein entstanden und setzt sich seitdem dafür ein, Kindern und Jugendlichen in Südafrika und mittlerweile auch in Uganda den Zugang zu Bildung zu erleichtern. Dabei wollen wir besonders diejenigen erreichen, die von HIV/Aids und den Folgen materieller Armut betroffen sind.

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Mutmacherin Mareice Kaiser von Kaiserinnenreich

© Carolin Weinkopf, carolinweinkopf.de

© Carolin Weinkopf, carolinweinkopf.de

1. Wer bist du und was waren die Beweggründe für die Gründung deiner Initiative?

Mein Name ist Mareice Kaiser, ich bin 33 Jahre alt und lebe als Journalistin und Mutter von zwei Kindern – mit und ohne Behinderungen – in Berlin. Als ich für meine behinderte Tochter endlich einen Kitaplatz gefunden hatte und dadurch wieder arbeiten konnte, gründete ich das Kaiserinnenreich, mein inklusives Familienblog. Mir fehlte eine Seite im Netz, auf der über das ganz normale Leben einer Familie mit behinderten Kind berichtet wird – über die Behinderungen (bürokratische Komplikationen, Barrieren im Alltag, Krankenhaustage) und die schönen Szenen (Begegnungen mit Menschen, dieses Kind, Liebe). Ich wollte zeigen, dass Glück möglich ist, auch mit einem behinderten Kind. Meine behinderte Tochter gehört so selbstverständlich zu unserer Familie wie meine nicht behinderte Tochter. Das würde ich mir auch für unsere Gesellschaft wünschen, deshalb erzähle ich im Kaiserinnenreich über unseren Alltag, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter besonderen Herausforderung, das Leben mit einem Pflegedienst in den eigenen vier Wänden, über die Barrieren in den Köpfen, Inklusion von Anfang an, Rollenverteilung und Care-Arbeit. Um ein breites Spektrum an Leben mit behinderten Kindern zu zeigen, stelle ich auch andere Mütter behinderter Kinder in Porträts vor. Weiterlesen…

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