Veranstaltung in Dortmund: „Das Trump-Prinzip“

Sebastian Kurtenbach, Gerald Baars

Sebastian Kurtenbach und Gerald Baars (Foto: F. Siekmann)

Volles Haus in der „GalerieGedankenGänge“: Vor über 60 Gästen berichteten am 23.01.2017 der Journalist Gerald Baars und der Soziologe Sebastian Kurtenbach über ihre Erfahrungen im USA-Wahlkampf und gaben ihre Einschätzung zu den Folgen der Trump-Wahl.

Gerald Baars, langjähriger ARD-Studioleiter in New York, Leiter der German American Society in der Auslandsgesellschaft NRW, heute Studioleiter des WDR in Dortmund, erzählte von ersten Begegnungen mit Donald Trump in den 90er Jahren. Sebastian Kurtenbach, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld und Lehrbeauftragter an der FH Dortmund, war zuletzt Anfang 2016 für 5 Monate in den USA, bereiste dort u.a. Michigan und lieferte Wahlkampfeindrücke insbesondere aus Detroit.
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David Bebnowski und Thomas Goes: Linker Aufwind? Warum es Zeit für mehr Populismus ist

Bebnowski

David Bebnowski (© David Bebnowski)

Goes

Thomas Goes (© Thomas Goes)

Es sind beeindruckende Zahlen: Bis zu 250.000 Menschen demonstrierten am vergangenen Wochenende auf der größten Demonstration seit 13 Jahren in den Straßen Berlins gegen das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP. Beeindrucken kann schon seit vielen Wochen auch das Engagement der ehrenamtlichen Helfer in der gegenwärtigen Flüchtlingskrise. Ohne ihre kontinuierlichen Anstrengungen, so viel ist sicher, könnte die mangelhafte Versorgung der schutzbedürftigen Flüchtlinge seitens des Staates schon längst nicht mehr ausgeglichen werden. Nicht minder beeindruckend ist die gewachsene Kampfesbereitschaft deutscher Gewerkschaftler, die öfter dazu bereit sind Tarifkonflikte auch durchzukämpfen. Erinnert sei an die Streikbewegungen der Lokomotivführer und der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten.

Zugegeben, das sind sehr unterschiedliche Konfliktfelder. Gemeinsam ist ihnen, dass es sich um traditionelle Gegenstände linker Politik handelt. Angesichts dessen wirkt die These, dass sich Menschen in Deutschland nicht ausreichend für politische Themen und linke politische Standpunkte begeistern könnten, geradezu deplatziert. Vielmehr wird in den zurückliegenden Wochen eine ungeheure Menge an Menschen sichtbar, die sich zumindest gefühlt ganz selbstverständlich in die Nähe linker Politik begibt und eine politische Vertretung einfordert. Sichtbar wird hier, mit einem Wort des Soziologen Wolfgang Streeck, eine „politische Produktivkraft moralischer Empörung“, die von der Linken aufgegriffen werden sollte. Weiterlesen…

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