„Vom Turbokapitalismus zur Gemeinwohl-Ökonomie“

Ein Bericht der Dortmunder Arbeitsgruppe, die genau so heißt wie das Ziel, das sie verfolgt: „Vom Turbokapitalismus zur Gemeinwohl-Ökonomie“

Rückblick und Ausblick

Die Initiative Demokratie+ in Dortmund beschäftigt sich seit Frühjahr 2016 in einer eigenen Arbeitsgruppe intensiv mit unterschiedlichen Aspekten dieses übergreifenden Themas. Die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe – Ursula Hof, Willi Juhls, Karin Schröder, Günther Ziethoff und Renate Frerich – treffen sich seitdem regelmäßig in der „G3 – GalerieGedankenGänge“.

In einer ersten Veranstaltung im November 2017 hatte sich die Arbeitsgruppe mit dem Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) nach Christian Felber beschäftigt Dieses Konzept nimmt insbesondere eine Wirtschaft in den Blick, welche sich mehr dem Gemeinwohl und weniger dem eigenen Profit verpflichtet fühlen sollte. 

Aus dem damaligen Einladungstext:

„Mit Rolf Weber und Renate Petersen wurden zwei Referenten gewonnen, die sich u.a. in der Initiative GemeinwohlÖkonomie Ennepe-Ruhr-Wupper seit Jahre engagieren.
Rolf Weber: „Meine Motivation ist Klimaschutz. Als Vorsitzender einer Bürger-Energie-Genossenschaft musste ich im Laufe der Jahre feststellen, dass unser Wirtschaftssystem auf die Anhäufung von Geld ausgelegt ist – und nicht, wie es meiner Überzeugung nach sinnvoll ist und auch in unseren Verfassungen steht, auf die Mehrung des Gemeinwohls. 2011 habe ich mich daher auf die Suche nach Alternativen zum derzeitigen Wirtschaftssystem gemacht und die GWÖ gefunden.“
Beate Petersen: „Wertschätzung von Mensch und Mitwelt anstatt sich weiter an der Erde immer nur zu bedienen!“ Das ist die Motivation für Beate Petersen, für die „weiter so“ keine zukunftsfähige Alternative ist. Mehr gemeinwohlorientiert – sinnstiftend und weniger eigenen Profit maximierend – monetär zu handeln ist gar nicht schwer! Es bereichert enorm und macht Lust auf mehr! Ein gutes Leben für alle hält die beruflich als Diplom-Finanzwirtin und ehrenamtlich für BürgerEnergiE, Gemeinwohl-Ökonomie und Mensch-Mitwelt engagierte Wuppertalerin so für machbar.“

Es wurde ein informativer und kurzweiliger Abend, an dem ca. 30 Personen teilnahmen. In einer Liste konnten sich Interessierte eintragen für weitere Treffen und bei Bedarf der Gründung einer eigenen GWÖ-Regionalgruppe in Dortmund.

Geboren aus der Veranstaltung, aber unabhängig von Demokratie+: die GWÖ-Regionalgruppe in Dortmund

Nach dieser Auftaktveranstaltung hatten TeilnehmerInnen Interesse gezeigt, eine eigene GWÖ-Regionalgruppe in Dortmund zu etablieren, um das Konzept und das Ziel von Christian Felber in der Region bekannt zu machen und für dessen Umsetzung zu werben. Diese GWÖ-Regionalgruppe hat sich bisher zwei Mal getroffen, das nächste Treffen findet statt am 20. März um 18.15 Uhr in der „G3 – GalerieGedankenGänge“, Wittelsbacherstraße 3 in Dortmund. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen, der Ansprechpartner ist hier Wolfgang Schürings <ws@raum-und-luft.de>.

Die Arbeitsgruppe „Vom Turbokapitalismus zur Gemeinwohl-Ökonomie“ mit Renate Frerich, Ursula Hof, Willi Juhls, Karin Schröder und Günther Ziethoff wendet sich nun anderen Aspekten dieses Themas zu. Auch sind weitere Veranstaltungen geplant. Bei Interesse an einer Mitarbeit in dieser Arbeitsgruppe bitten wir um eine Kontaktaufnahme per Mail an Günther Ziethoff <guenther.ziethoff@gmx.de>. Das nächste Treffen ist für den 10. April geplant, ebenso in der „G3 – GalerieGedankenGänge“ in der Wittelsbacherstraße 3.

Ein Gedanke zu “„Vom Turbokapitalismus zur Gemeinwohl-Ökonomie“

  1. Demokratie
    Da sind viele Bürger pflichtgemäß zur Wahl gegangen und seine Stimme abgegeben. Und was haben die gewählten Politiker daraus gemacht. Sie streiten sich wochenlang darum, wer wohl regieren darf. Dabei haben diese anscheinend unüberbrückbaren Streitpunkte größtenteils nicht einmal mit den echten anstehenden Problemen zu tun. Wir können nicht so lange wählen, bis es den Parlamentariern passt. Das hat dann nicht mehr viel mit Demokratie zu tun. Sie sollten doch dem Staat und dem Volk dienen. Heute sind nur Parteien wählbar. Wer aber in den Bundestag einzieht, bestimmt die Partei.
    Wie wäre es, wenn wir zur direkten Demokratie wechseln würden. Jeder Gewählte ist dann nur seinem Gewissen verantwortlich. Parteien sind heute abhängig von einer vom Kapital gestützten Lobby, die den Politikern ihre Interessen aufzwingen. Wir schlittern heute immer tiefer in ein System, wo nur Geld und Wirtschaft eine Rolle spielen. Wir rackern doch nur für das BIP und den DAX und sollten eigentlich unseren Umsatz einschränken. Unsere Nachkommen werden uns danken, wenn wir ihnen noch eine bewohnbare Erde hinterlassen. Deshalb keine Angst vor Veränderungen, wir sind es denen schuldig.
    Warum beugen wir uns der Diktatur der Regierung. Sie entscheiden doch stets im Interesse des Kapitals. Wir haben in diesem System wirklich unsere Stimme abgegeben. Unsere Regierung ist vom Kapital in diese abhängige Lage gebracht worden, auch sie darf nur die Forderungen des Kapitals ausführen. Der Versuch, alles der EU zu überlassen, bestärkt noch dieses Verhalten. Da ist es dringend geboten, dieser Art Autokratie ein Ende zu bereiten, sonst werden die finanziellen Probleme ins Unermessliche steigen.
    Da uns heute jegliche Entscheidung abgenommen worden ist, fängt hier das Lernen an. Wir dürfen doch nicht jegliche Verantwortung von uns weisen. Durch die Medien sind wir in diese Lage versetzt, aber auch hierfür zeichnet das Kapital verantwortlich. Wir werden nur in eine sinnvolle Zukunft geraten, wenn uns das bewusst wird. Wir sind so manipuliert, dass wir nicht merken, wie groß das Desaster seun wird, das uns bevorsteht. Das Kapital ist in der Lage, auch dann noch die größten Überlebenschancen haben. Wir sind von der Menge her in einer großen Überzahl, das uns gestattet, hier eine Änderung vorzunehmen.
    Wir sollten wissen, dass das heutige Geldsystem der große Antreiber für das Kapital ist. Nur mit Abschaffung des Geldsystems kan eine andere Art des Miteinander gestartet werden. Man sollte keine Bedenken bei dieser Änderung haben. Wissenschaftler haben genügend Wege zur Umstellung auf das Vollgeld erarbeitet.

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